Nach Carina G. folgt nun Carina H. mit ihrem Beitrag „Schluss mit guten Vorsätzen für das neue Jahr“10 wörter projekt_CarinaH
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Hier ein paar Informationen zu Werk und Autorin:
Warum hat Carina an diesem Projekt teilgenommen?
„Ich probiere gerne neue Dinge aus. Auch Dinge mit denen ich mich noch nie befasst habe. Einfach aus Neugierde und um mir eine eigene Meinung bilden zu können. Auch dieses Projekt war für mich etwas völlig Neues.“
Was hat ihr daran besonders gefallen?
„Die offenen und kreativen Möglichkeiten mit den Wörtern umzugehen..“
Wo gab es Schwierigkeiten?
„Die Wörter. Ich persönlich assoziiere mit der Hälfe der vorgegeben Wörter Negatives. Sie lösen bei mir eher düstere Gefühle aus. Ich schreibe aber gerne über positive Dinge. Diese Barriere zu überwinden war schon eine Herausforderung für mich.“
Wie sahen die ersten Schritte aus?
„Eine Thema finden. Das hat schon einige Zeit gebraucht.“
 
Wie lange hat sie an ihrem Text gearbeitet?
„Nachdem ich mich auf ein Thema festgelegt hatte, haben ich mir im Stichsätze aufgeschrieben. Mit Hilfe dieser Sätze habe ich es dann in ca. 4. Stunden geschrieben.“
Der Beitrag in einem Satz:
„Denkt über euer Leben nach! :-)“
Was möchte uns Carina sonst noch über ihr Werk mitteilen?
„Ich möchte die Leser zum Nachdenken anregen..“
 
Und hier ist der Text noch einmal als Kopie:
 
Schluss mit guten Vorsätzen für das neue Jahr
Eine Liste die jeder haben sollte
Es ist Silvester kurz vor 12 Uhr und du sitzt mit einem Sektglas in gemütlicher Runde zusammen. Der Mond erhellt mit seinem sanften Licht den Raum. Die Stimmung ist durchweg gut. Dann kommt jemand auf dich zu, lächelt dich an und fragt: Na was sind denn deine guten Vorsätze für das neue Jahr? – Kurze Stille- Dann die Antwort: „Ach, in diesem Jahr habe ich keine“ Der enttäuschte Blick deines Gesprächspartners durchdringt dich und du hoffst darauf, dass sich ein Loch im Boden öffnet durch das du von deinem Stuhl herunter abrutschen könntest. Wahrscheinlich kennen Viele diesen Moment und vermutlich fühlt sich niemand in dieser Situation so richtig wohl.
„Kein Stress, die guten Vorsätze sind doch fix gemacht“ denkst du und überlegst:
abnehmen, mehr Sport treiben, weiterbilden und Mutti öfter anrufen. Perfekt. –Das neue Jahr kann kommen.- Prost!
Dann noch ein kurzer Gedanke: „sind das nicht die üblichen Dinge die du dir jedes Jahr vornimmst?“ Deine Gedanken schweifen weiter aus. Du denkst an das letzte Jahr zurück. „Was habe ich geschafft umzusetzen? Was habe ich aufgeben?“ Du denkst plötzlich an deine seit einigen Monaten ungenutzte Fitnessstudiomitgliedskarte und bist schockiert. Das unwohle Gefühl ist wieder da.
Mal ehrlich! Bei welchen dieser Vorsätze bist du wirklich motiviert sie dieses Jahr durchzuziehen?
Als erstes muss dir dabei klar sein das Vorsätze immer Veränderungen mitbringen und Veränderungen bedeuten: loslassen von Gewohnheiten, Raum für Neues schaffen, neue Verbindungen herstellen und Risiken eingehen. Das ist nicht einfach und aus diesem Grund scheitern Vorsätze häufig.
Wenn deine negativen Gefühle schon bei deiner Planung überwiegen werden sie zu einer hohen Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren. Was du brauchst sind Vorfreunde, ernstes Interesse und Tatendrank. Diese positiven Emotionen findest du in den Dingen die dich wirklich reizen.
Aus diesem Grund raus aus der Komfortzone und rein in die Abendteuer des Lebens!
Mit diesem Vorsatz ins neue Jahr starten.
Schreib eine persönliche Bucket-Liste!
Noch nie davon gehört?
Das Wort „Bucket-List“ leitet sich von den dem englischen Sprichwort „kick the bucket“ ab, was man sinngemäß mit dem deutschen Sprichwort „den Löffel abgeben“ übersetzen könnte. Deswegen werden diese im deutschsprachigen Raum oft auch als „Löffellisten“ bezeichnet.
Es geht also um eine Liste in der du alle Dinge auflistest, die du bis zum Ende deines Lebens erreichen möchtest. Es geht vor allem um Ziele, Erfahrungen und Träume. Mit der Bucket-Liste sollen deine Wünsche zu Erinnerungen werden und nicht nur Träume bleiben.
Im Jahr 2007 wurden diese Listen erstmalig durch den Kino-Blockbuster „The Bucket List“ (der deutsche Titel lautet „Das Beste kommt zum Schluss) bekannt.
In dem Film teilen zwei unheilbar an Krebs erkrankte Männer (gespielt von Jack Nicholsen und Morgan Freeman) ein Zimmer im Krankenhaus. Als sie die Prognose bekommen nur noch wenige Monate zu haben, beginnen die beiden ohne Angst, Scham oder Zweifel die letzten Monate ihres Lebens noch voll auszukosten und versuchen ihre ganzen Listen abzuarbeiten. Bei ihrer Reise rund um die Welt lernen sich die beiden immer besser kennen und entwickeln ein Gespür für die wahren Wünsche des anderen, die sie unterstützen wollen.
Eine neue deutsche Version dieses Filmes läuft ab Februar 2016 in den Kinos unter dem Titel „Der geilste Tag“ mit Moritz Bleitreu und Florian David Fitz in den Hauptrollen.
Nun zurück zu deiner eigenen Liste
Wichtig ist: du solltest dich bei deiner persönlichen Liste nicht beschränken. Nicht auf die nächsten Jahre, oder deine momentane finanzielle Belastbarkeit. Schreibe einfach alles auf was dir einfällt. Deiner Fantasie sind buchstäblich keine Grenzen gesetzt.
Behalte dabei auch im Kopf, dass die Liste nicht endgültig ist. Man kann sie nicht in 20 Minuten schreiben und auch nicht in 20 Jahren. Es ist jederzeit erlaubt die Liste Punkte zu erweitern oder Punkte auch wieder zu streichen.
Denke beim Aufschreiben ruhig groß! Schiebe keine Wünsche weg, weil du denkst du könntest sie nicht erreichen. Aber auch kleine Dinge die du immer mal ausprobieren wolltest und die du schnell erfüllen kann, dürfen nicht fehlen und sei es auch nur „einmal bei Rot über die Ampel gehen“.
Frage dich beim Schreiben immer nach deinen Motiven, also warum du genau diesen Punkt erfüllen möchtest. Denn es geht hierbei nicht um Andere, nicht um das Renommieren, noch um deine Ehre.
Nach der ersten Fertigstellung, bewahre sie an einen Ort auf an dem Du sie oft siehst. Eine Möglichkeit ist zum Bespiel sie als Worddatei auf deinem Desktop zu speichern oder du gestaltest sie schön und hängst die an den sonst so nackten Kühlschrank.
Nun sind die ersten Schritte getan.
Jetzt beginnt die schwierige aber auch spannende Phase. Terminiere die ersten Punkte auf deine Liste und plane wann du sie ungefähr erreichen möchtest. Dazu ist es auch wichtig die finanziellen Notwendigkeiten für größere Aktivitäten zu umreißen und in einen „Schritt- für Schritt-Plan“ aufzustellen. Oder wünsche dir anstelle von bedeutungslosen Geschenken, Reisegeld oder Ähnliches.
Gib nicht auf, wenn du mal etwas nicht erfüllen kannst. Eine Bucket-Liste bedeutet „alles kann! nichts muss!“. Wer weiß schon genau, was im nächsten Jahr alles passieren wird. Aber genau das macht das Leben ja so spannend.
Probiere es aus! Du wirst merken wie dich die ersten Glücksgefühle beflügeln, wenn du den ersten Punkt durchgestrichen hast.
Einmal an einem kreativen Schreibprojekt teilnehmen hake ich noch heute auf meiner Liste ab.
Was steht auf deiner???