Heute zum Feste ein zweiteiliges Gedicht: „10 Wörter I und II“ von Rita T.

Euch allen frohe Weihnachten! 🙂

RitaT

Hier ein paar Informationen zu Werk und Autorin:

Warum hat Rita an diesem Projekt teilgenommen?

„aus Spaß“

 

Was hat ihr daran besonders gefallen?

„mit Sprache zu spielen“

 

Wo gab es Schwierigkeiten?

„bei der Form; Wörtergehalt“

 

Wie sahen die ersten Schritte aus?

„ich habe mir eine Form und eine Struktur überlegt“

 

Wie lange hat sie an ihrem Text gearbeitet?

„Über einige Tage immer mal wieder“

 

Der Beitrag in einem Satz:

„ein Gedicht mit mehreren Strophen“

 

Was möchte uns Rita sonst noch über ihr Werk mitteilen?

„ich kann gar nicht sagen, wie der Text rüberkommt, habe gar keine Distanz mehr nach dem Schreiben. Das würde mich aber interessieren.“

 

Und hier noch einmal das Gedicht als Kopie:

I An der Ampel

Achtung, rutsch nicht ab!

Da, pass auf, die Ampel!

Sei mehr belastbar!

Ja, buchstäblich – JA!

Ehre nur, wem Ehre gebührt!

 

Ach, du guter Mond!

Bloß keine Nacktheit !

Und jetzt keine Scham!

Was für ein Schock!

Verbinde, verbinde!

 

II An den Mond

Warum abrutschen? Wer will schon abrutschen?

Und wo? Schon lieber runterrutschen. Den Buckel.

Von wem? Was ist passiert?

Was, eine Ampel? Auf Rot. Unterbrechung des Verkehrs. Wann?

 

Belastbar, wer? Ich? Für wen? Soll ich das?

Was heißt schon buchstäblich? Muss du so konkret sein?

Ehre,  – meine oder deine? Was für ein Wort.

Du lieber Mond,  – warum?

 

Warum nicht nackt? Weil es kalt ist?

Meinst du Scham? Oder schamlos?

Ein Schock- wirklich? Wie kann das sein?

Tiefe, Verbindung. Gibt es sie?

 

Erst seit September. Für kurze Zeit.